Zwischen „zu viel“ und „zu wenig“: Der schmale Grat des Mama-Seins
- Sarah Bauernhofer

- 27. März
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. März
„Wenn deine Mama keine Zeit hat, mit dir die Uhr zu lernen, dann frag doch deinen Bruder.“
Dieser Satz ist im Klassenzimmer gefallen, vor allen Kindern, ausgesprochen von einer Lehrerin - geurteilt über mich, während ich nicht einmal im Raum war. Und genau deshalb starte ich diese Reportage mit diesem Moment, weil er für mich alles zusammenfasst, was Mom-Shaming eigentlich ist.
Laura lernte gerade die analoge Uhr. Und ganz ehrlich, ich habe mir selbst dabei gedacht: Wie oft schauen wir heutzutage eigentlich noch auf eine analoge Uhr? Aber gut, es gehört dazu und natürlich haben wir geübt. Wirklich geübt. Ich habe mich hingesetzt und ihr unzählige Uhren aufgezeichnet, mit verschiedensten Uhrzeiten. Für die Kreise habe ich sogar einen Zirkel verwendet, einfach weil ich wollte, dass es für sie klar und verständlich ist. Trotzdem hat es nicht sofort funktioniert, nicht nach zwei Unterrichtseinheiten. Sie konnte es, aber sie brauchte einfach einen Moment länger, sie musste nachdenken. Und genau in diesem Moment fällt dieser Satz. „Wenn deine Mama keine Zeit hat, mit dir die Uhr zu lernen, dann frag doch deinen Bruder.“ Ein Satz, der mich - ohne dass ich etwas sagen kann - vor meinem eigenen Kind und vor einer ganzen Klasse diffarmiert und in eine Rolle steckt, die einfach nicht stimmt - die Mama, die keine Zeit für ihr Kind hat.
Und es geht noch weiter. Ich habe davon nicht einmal direkt von Laura erfahren, sondern von anderen Müttern, weil deren Kinder zu Hause davon erzählt haben. Dieser eine Satz hat also gereicht, um ein Bild von mir zu zeichnen, das so nicht stimmt. Ich war baff. Und ich war mittendrin in einer der heftigsten Mom-Shaming-Situationen, die ich in meinen fast 13 Jahren als Mama erlebt habe. Ich habe der Lehrerin geschrieben, weil ich soetwas nicht auf mir sitzen lasse. Aber dieses Gefühl, das bleibt.

Und genau da sind wir bei dem, worum es hier geht: Mom-Shaming bedeutet, dass Mütter für ihr Verhalten, ihre Entscheidungen oder einfach für ihr individuelles Mama-Sein bewertet und kritisiert werden. Manchmal ganz offen, oft aber zwischen den Zeilen. Es sind Sätze, Blicke oder Kommentare, die so nebenbei fallen und trotzdem hängen bleiben.
Es geht dabei selten um echte Hilfe oder wirklich gut gemeinte Ratschläge. Viel öfter geht es um Erwartungen. Um dieses Bild davon, wie eine „gute Mutter“ zu sein hat. Und das Problem an der ganze Sache ist: Dieses Bild ist nie eindeutig. Es verändert sich ständig. Und egal, wie du es machst, es passt irgendwem nicht.
Und gleichzeitig geht Mom-Shaming noch viel weiter. Es zeigt sich nicht nur in einzelnen Kommentaren, sondern auch darin, wie Müttern Kompetenzen abgesprochen werden, wie ihnen weniger zugetraut wird und wie sich plötzlich Türen schließen, nur weil sie Mama sind. Im Job, im Alltag, im Umfeld. Chancen werden vergeben, Verantwortung schneller hinterfragt, Entscheidungen kritischer beäugt. Plötzlich bist du nicht mehr einfach du. Du bist „die Mama“. Und mit diesem Titel kommen Bewertungen, die du dir nie ausgesucht hast.

#vmzm hat recherchiert. Ganz intensiv, ganz nah dran und ehrlich. Die Beispiele, die jetzt kommen, sind nicht aus der Luft gegriffen, nicht überspitzt dargestellt und auch keine Einzelfälle, die man schnell wieder vergisst. Jede einzelne Geschichte wurde genau so erlebt. Von Mamas hier bei uns. Sie wurden durchlebt, ausgehalten, manchmal runtergeschluckt. Manchmal hinterfragt und oft viel zu lange mit sich herumgetragen. Die eine oder andere von euch wird sich ziemlich sicher wiederfinden. Am Ende dieser Reportage gibt’s übrigens die Lösung für dieses gesellschaftliche Problem - oder auch nicht. Da ist diese Mama, die relativ schnell gemerkt hat, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, wie gut man organisiert ist oder wie viel man leistet, sondern dass es oft schon reicht, einfach nur Mutter zu sein, um bewertet zu werden.
Sie will arbeiten gehen, spricht beim Vorstellungsgespräch alles offen an und von Anfang an ist klar, dass Nachmittagsdienste nicht immer möglich sind und das ist - anfangs - auch überhaupt kein Problem. Bis es plötzlich doch eines wird. Nicht, weil sich bei ihr die Situation verändert hat, sondern weil sich andere daran stoßen, weil Kolleginnen anfangen zu vergleichen, weil es nicht mehr darum geht, was vereinbart wurde, sondern darum, wer wie oft wann arbeitet. Dass sie dafür mehr Wochenenden übernimmt, dass sie ihren Teil leistet, wird dabei einfach ausgeblendet.
Und dann dieser Moment, den viel zu viele kennen.
Das eigene Kind ist krank, man versucht zu organisieren, fragt vorsichtig nach, ob man zwei Stunde früher gehen kann und bekommt keine Unterstützung, sondern eine klare Absage mit dem Hinweis, dass man dann eben die Pflegefreistellung in Anspruch nehmen muss. Als wäre Fürsorge für ein Kind etwas, das man rechtfertigen muss und nicht einfach selbstverständlich sein darf.
Und genau hier wird etwas sichtbar, das sich durch viele dieser Geschichten zieht. Nach unseren Recherchen sind Arbeitgeber und Kolleg:innen tatsächlich sehr oft Teil dieses Problems. Vielleicht nicht immer bewusst, aber klar spürbar, in Sätzen, in Entscheidungen, in Strukturen. Und es ist eigentlich absurd, denn wenn man es ehrlich betrachtet, bringen Mamas Fähigkeiten mit, die in keinem Lebenslauf vollständig sichtbar sind. Organisation, Belastbarkeit, Priorisieren, Empathie, Krisenmanagement, Multitasking auf einem Niveau, das man nicht theoretisch lernen kann. Und trotzdem wird genau diese Ressource so oft unterschätzt, während gleichzeitig erwartet wird, dass alles reibungslos funktioniert. Care-Arbeit, die neben dem Job passiert, wird nicht gesehen, nicht bewertet, nicht mitgedacht, obwohl sie das ist, das unsere Gesellschaft im Kern trägt.

Da ist diese Mama, die nach ihrer Karenz einen Weg gefunden hat, der für sie und ihr Kind perfekt war.
Arbeiten am Vormittag - angestellt auf einem Bauernhof - das Kind konnte sogar immer dabei sein. Danach waren sie gemeinsam zu Hause, haben frisch gekocht, Mittagsschlaf, Alltag. Es hat funktioniert, für sie und ihr Kind. Und trotzdem kommen die Kommentare aus der Nachbarschaft. Warum man überhaupt ein Kind bekommt, wenn man dann eh nur arbeitet. Ob man keine Schuldgefühle hat. Dass andere Mütter ja auch einfach "nur" Mamas sind. Oder dass man das Kind doch abgeben soll, wenn einem das Geld so wichtig ist und es nicht zur Arbeit mitschleppen soll. Worte, die sich nicht wie Fragen anfühlen, sondern wie beinharte Urteile.
Und sie geht ihren Weg weiter: Mit zwei Kindern, mit Job, mit Haushalt, mit allem, was dazugehört. Während sie organisiert, fährt, unterstützt, während ihre Tochter musikalisch ihren Weg geht, Erfolge feiert, im Musikverein ist, bei Wettbewerben glänzt, während ihr Sohn seinen Platz im Fußball findet, kommen immer wieder diese leisen Zweifel von außen. Muss das alles sein? Ist das nicht zu viel? Denkst du auch deine Kinder? Sie macht, leistet, hält zusammen, ermöglicht und bekommt trotzdem das Gefühl vermittelt, dass es nie richtig ist.
Und dann gibt es noch eine Seite von Mom Shaming, über die kaum jemand spricht, die aber so viele Mamas betrifft.
Da erzählen mir Frauen, dass sie sich davor hüten, Kindergarten- oder Schulfreunde ihrer Kinder nach Hause einzuladen. Nicht, weil sie es ihren Kindern nicht gönnen würden. Ganz im Gegenteil, sondern weil sie genau wissen, was passieren kann. Es reicht oft schon ein kurzer Moment. Die Mama, die ihr Kind bringt und einen schnellen Blick hineinwirft. Und plötzlich wird bewertet: Die Jacken hängen nicht an der Garderobe, sondern liegen verstreut am Boden. Das Glas bei der Eingangstür ist nicht streifenfrei. Auf der Fensterbank liegt Blütenstaub Kleinigkeiten eigentlich. Und trotzdem reicht genau das, damit es danach heißt: „Boah, bei der schaut’s aus!“
Und genau hier wird es wieder sichtbar. Dieses ständige Gefühl, beobachtet zu werden. Dieses Wissen, dass selbst die kleinsten Details plötzlich zum Gesprächsthema werden können. Und irgendwann fängt man an, sich einzuschränken. Weniger einzuladen, weniger zu öffnen. Nicht, weil man nicht will, sondern weil man sich schützen möchte. Und genau das ist Mom-Shaming oder besser gesagt die Folgen davon. Man beginnt, sein Leben anzupassen, nicht weil es für einen selbst nicht passt, sondern weil man Angst hat, was andere darüber denken könnten.

Und ich frag euch jetzt ganz ehrlich, auch weil’s grad so gut zur Jahreszeit passt: Was ist wichtiger? Ein Frühlingsspaziergang mit den Kindern, Bewegung, frische Luft, Sonne - oder täglich saubere Fensterbänke rund ums Haus?
Dann ist da diese Mama, die neben ihrer Karenz ihr eigenes Business aufgebaut hat.
Mit Struktur, mit Einsatz, mit echtem Unternehmergeist. Marketing, Präsentationen, Telefonate, Fahrten, Planung. Kein Hobby, sondern ein echtes Gewerbe, mit Zahlen, mit Verantwortung, mit allem, was dazugehört. Und trotzdem wird genau das klein geredet. „Deine freie Zeit hätte ich gern.“ Oder: „Wo sind deine Kinder, wenn du Videos machst?“ Als wäre das, was sie tut, nichts wert. Als wäre es nicht erlaubt, sich als Mama etwas Eigenes aufzubauen. Und obwohl ich manchmal auch Schattenseite vom Business generell erkenne: Network Marketing hat schon bei einigen Mamas zur Aufbesserung des monatlichen Einkommens gedient. Und das ist doch großartig! Solche Mamas zahlen dann auch mehr Steuern, tragen zur besseren Wirtschaftssituation des Landes bei. Doch das sieht die Gesellschaft nicht. Sie sieht sowieso nur das, was sie will. Vor allem, weil so viel davon auf Social Media passiert. Weil man dort immer nur einen Ausschnitt sieht. Ein paar Sekunden, einen Moment, vielleicht ein Video, vielleicht ein Posting. Und daraus wird dann eine ganze Geschichte gebaut. Plötzlich ist die Mama „die ganze Zeit am Handy“. Plötzlich heißt es, die Kinder sitzen wahrscheinlich nur vor dem Fernseher - niemand sieht die Stunden davor und weiß, dass die Kinder mit Freunden draußen spielen, das Kind den dreistündigen Mittagsschläf hält oder dass die Kinder mit der Oma für Ostern basteln. Die Planung, die Organisation, die Arbeit im Hintergrund. Niemand sieht, was außerhalb dieses einen Moments passiert, aber beurteilt wird trotzdem.

Und dann gibt es diese Geschichten, die sich über Jahre ziehen.
Eltern, die ihren Weg finden, die gegengleich arbeiten, sich abwechseln, jahrelang alles selbst stemmen, ohne fremde Betreuung, einfach weil es für sie passt. Und trotzdem kommen die Vorwürfe. „Der kleine Wurm ohne Mama, muss das sein? Kannst du nicht weniger arbeiten?“ Später dann das Leben im neuen Zuhause, viele Familien rundherum, eigentlich genau das, was man sich wünscht und doch wieder diese Sätze. „Na, ihr müsst das Geld ja nötig haben.“ Immer wieder dieses Urteil, nicht die klassische „nur Mama“ zu sein, sondern auch gerne zu arbeiten, wird plötzlich zum Thema, das erklärt werden muss.
Und gleichzeitig gibt es diese Mama, die alles unter einen Hut bringt. Zwei Kinder, Job, Haushalt, Verein, Organisation, Verantwortung. Die neben all dem auch noch Projekte stemmt, eine riesige Tombola organisiert, hunderte Preise zusammenträgt, Wochen an Arbeit investiert und von außen nur belächelt wird. Wie sollen Mamas das schaffen? Und Spoiler: sie schaffen es! Aber dieses Gefühl davor, dieses Nicht-Ernst-genommen-Werden, das bleibt hängen.
Dann sind da diese Sätze, die so tief gehen, weil sie genau dann kommen, wenn man ohnehin schon kämpft.
„Boah, 12 Stunden angestellt sein ist halt echt nix, gell?“ Gesagt zu einer Mama, die ein krankes Kind versorgt hat, die zwischen Krankenhaus, Medikamenten, spezieller Ernährung und Job ihren Alltag organisiert und trotzdem das Gefühl vermittelt bekommt, dass das alles nicht reicht.
Oder wenn aus einer Diagnose plötzlich ein Vorwurf wird. „Das hast jetzt von deinen homöopathischen Kugerln.“ Du bist Schuld, dass dein Kind erkrankt ist, weil du Globuli gegeben hast. Uff. Worte, die treffen, obwohl sie absolut gar nichts mit der Realität zu tun haben.
Oder auch spannend, diese leisen, subtilen Vergleiche. „Also wenn wir mal Kinder haben, werden wir das anders machen.“ Sätze, die sich nicht wie Kritik anhören und trotzdem genau das sind.
Nicht zu vergessen: Stillst du zu lange, ist es „nicht mehr normal“. Stillst du zu kurz oder gar nicht, wird gefragt, warum du es nicht wenigstens versucht hast. Stillst du in der Öffentlichkeit, wird schief geschaut. Tust du es nicht, heißt es, das Kind bekommt nicht, was es braucht.
Und egal, wie du es machst, kommt jemand, der es anders gemacht hätte. Der es besser gewusst hätte, der dir erklärt, was richtig gewesen wäre.
Und dann gibt es diese Form von Mom-Shaming, die sich im Alltag fast schon normal anfühlt, obwohl sie es nicht ist. Sätze aus dem engsten Umfeld, die sich immer wieder wiederholen. Kommentare zur Betreuung, zur Erziehung, zum Alltag. Dass alles früher anders war, sogar besser vielleicht. Dass man sein Kind nicht zu viel tragen soll, es auch mal schreien lassen muss, dass es früher schlafen oder mehr essen soll.
Und ja, man muss es auch so sagen: Gerade Omas können manchmal echte Mom-Shaming-Maschinen sein (Wir lieben euch trotzdem und sowieso, keine Sorge ;) ). Nicht immer böse gemeint, oft aus einer anderen Generation oder purem Wohlwollen heraus, aber trotzdem mit Wirkung, wie mir viele von euch erzählen.
„Also bei meinen Kindern hätte es das nicht gegeben.“
„Du verwöhnst dein Kind viel zu sehr.“
„Du musst es auch mal schreien lassen.“
Sätze, die vielleicht als Erfahrung gemeint sind, sich aber oft wie Kritik anfühlen. Wie ein „Ich hätte das besser gemacht“. Und wenn man es anders macht, kommt sofort der Vergleich. "Meinen Kindern hat das auch nicht geschadet." Oder dieser eine Satz, der besonders hängen bleibt: "Du machst zu viel mit deinem Kind, du bist selbst schuld, wenn es nur dich will."
Und dann gibt es diese Momente, die eher subtil sind, aber umso mehr treffen. Wenn man plötzlich merkt, dass man nicht mehr selbstverständlich dazugehört. Wenn Einladungen weniger werden, weil man Kinder hat. Weil es komplizierter ist. Während andere einfach weiter eingeladen werden wie immer. Und genau da spürt man, was dahinter liegt. Dass man nicht mehr nur Teil der Familie ist, sondern plötzlich die mit den Kindern. Die, bei der es anstrengender ist. Die, bei der man es sich zweimal überlegt. Und das tut weh - wie mir viele von euch offen erzählen.

Und es zieht sich weiter.
Freundschaften verändern sich, vor allem mit Menschen ohne Kinder. Man ist weniger spontan, weniger flexibel, Einladungen werden weniger. Oder man wird bewertet für Dinge, die eigentlich nichts mit dem Mama-Sein zu tun haben sollten. Dass man als Mutter seriöser wirken sollte - keine zerrissenen Jeans, kein bauchfrei, kein Piercing, keine bunten Haare, keine Tattoos. Oder diese kleinen Alltagssituationen: Das eigene Kind bringt Leben rein, spielt, lacht, animiert andere Kinder zum Verstecken oder Fangen. Und dann kommt dieser Satz, mit diesem Unterton. „Jetzt müssen wir daheim auch immer Verstecken spielen, danke euch.“
Und du stehst da und denkst dir: Was genau ist eigentlich das Problem?
Und genau darin liegt es: Es ist nicht dieser eine Moment, es ist dieses Muster. Dieses ständige Bewerten, dieses Einordnen, dieses Gefühl, sich erklären zu müssen, egal in welche Richtung man geht. Arbeitest du viel, bist du nicht genug da. Arbeitest du wenig, nutzt du dein Potenzial nicht und faul bist du auch. Baust du dir etwas Eigenes auf, wird es klein geredet. Bleibst du bei deinem Kind, wirst du belächelt. Organisierst du alles, bist du zu streng. Lässt du locker, bist du zu wenig dahinter. Wie man’s macht, ist es falsch.
Von Mama zu Mama: Wir hören auf zu urteilen.
Und vielleicht sind wir genau jetzt an einem Punkt angekommen, an dem man aufhören darf, es allen recht machen zu wollen. Vielleicht ist genau das der Moment, in dem klar wird, dass man als Mama zwar eine dicke Haut braucht, weil diese Kommentare nicht verschwinden werden, dass man aber gleichzeitig lernen darf, sie nicht mehr so tief reinzulassen. Weil am Ende bleibt eine Wahrheit, die eigentlich ganz einfach ist: Wie wir unser Mama-Sein leben, geht niemanden etwas an. Vielleicht gehört zu dieser Wahrheit noch etwas dazu: Dass wir anfangen, selbst hinzuschauen und uns zu hinterfragen. Nicht jeden Gedanken sofort auszusprechen, nicht jede Beobachtung zu bewerten, sondern einen Schritt zurückzugehen und uns zu fragen, was unsere Worte eigentlich auslösen können. Weil oft sind es keine großen Angriffe, sondern kleine Sätze, die hängen bleiben. Wir müssen nicht alles kommentieren, nicht alles besser wissen, nicht alles vergleichen. Vielleicht reicht es manchmal, einfach nichts zu sagen oder stattdessen zu sagen: Du machst das gut.




Toller Beitrag, aber ich habe auch Noch ein Schmankerl - erst mir passiert. „Wir hätten dich eh gerne für das Projekt genommen… aber du gehst ja immer schon um 12:30 wegen der Kinder.“
Als wär ich weniger verlässlich, weniger engagiert und weniger wert weil ich Mama bin. 🙃
Toller Blog
Ich finde mich in manchen Geschichten wieder .
Bin Mama von 3 Kids
Fange bald wieder zu arbeiten an weil es Geld mäßig gar nicht anders ginge.
Beim Wiedereinstellungsgespräch wurde mir vom beim Arbeitgeber gesagt wir sind hier nicht im Wunschkonzert obwohl ich nur eine Bitte hatte meine Kinds in schule und Kindergarten zu bringen also Dienste erst ab 8 möglich die Zeit danach ist egal weil ich dann unterstützung habe .
Aber öffentlich wir die Firma als sehr Familienfreundlich gezeigt.
Toller Beitrag ❤️ und man sollte einfach mehr nach einer 3 Minuten Regel leben, ist es was, was man selber oder die andere Person in 3 Minuten ändern kann (zb was zwischen den Zähnen, Reißverschluss bei der Hose offen ect.) kann ichs ansprechen alles andere kann und sollte jeder für sich behalten, sei es die Erziehung, Aussehen und Körper beurteilen ect.
Und der klassiche Satz "das hat meinen Kindern auch nicht geschadet" den darf sich jede Generation schenken.. Ich weiß aus meiner Zeit, mir hat einiges geschadet vorallem im nachhinein jetzt wo ich ein Kind habe.
Danke für diesen Blog! Ich fühle vieles und noch mehr. 🙈 in 15 Jahren Mama sein ist mir das alles begegnet. Manches beschäftigt micht echt heute noch obwohl es über 10 Jahre her ist
Meine Schwiegermutter hat mal zu mir gesagt, dass sie nicht erwartet hat dass ich als Mama so unorganisiert bin weil ich ja ohne Kinder so viel geschafft habe. Hui da wird mir jetzt noch schlecht wenn ich daran denke 🙈