Rückhalt.
- Sarah Bauernhofer

- 23. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Ich muss euch an dieser Stelle etwas ganz ehrlich sagen: Es war kein leichtes Jahr für mich.
Im Frühjahr ist etwas passiert, das mir sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Ein Erlebnis, das alles infrage gestellt hat. Mich, mein Leben, meine Beziehungen zu für mich sehr wichtigen Menschen. Und plötzlich war sie da, diese eine große Frage: Wer steht jetzt eigentlich hinter mir? Ich wusste in dieser Zeit nicht, wie es weitergeht. Nicht, wohin mein Weg führt. Nicht, was bleibt und was bricht.

Aber genau in diesem Moment hat sich etwas gezeigt, klarer als je zuvor. Wer wirklich da ist. Wer bleibt, wenn es unbequem wird. Wer nicht geht, wenn man selbst gerade kaum stehen kann. Heute nenne ich sie meinen "Inner Circle". Meine Mama. Mein Stiefpapa. Mein Bruder und seine Partnerin. Meine beste Freundin. Ein paar wenige, sehr, sehr gute Freundinnen. Und zu guter Letzt und am allerwichtigsten: Mein Mann. Diese Menschen sind mein Rückhalt.
Und dann, als hätte das Leben beschlossen, mich noch einmal zu testen, kam auch im Herbst ein weiteres sehr einschneidendes Erlebnis dazu. Emotional fordernd. Kraftzehrend. Viele Frauen können das nachvollziehen... Aber auch da wusste ich eines ganz sicher: Ich muss da nicht alleine durch. Ich muss das nicht alleine tragen. Und ich kann heute ganz offen sagen: Ohne diesen Rückhalt weiß ich nicht, wo ich jetzt wäre. Ob ich heute hier sitzen würde? Ruhig, dankbar, mit Vorfreude auf das, was kommt? Fraglich...

Und genau das macht den Unterschied.
Während viele Menschen - und das weiß ich - lange, lange unter solchen Erfahrungen leiden, bin ich wieder auf Schiene. Nicht, weil es leicht war. Nicht, weil es mir nichts ausgemacht hätte. Sondern weil ich Rückhalt hatte und habe.
Gleichzeitig war dieses aber auch eines der schönsten und wertvollsten Jahre meines Lebens - voller Momente, die mir gezeigt haben, wie viel Schönes da ist, wer ich bin, was ich wirklich brauche und wer in mein Leben gehört. Und ich sage das jetzt ganz bewusst und ganz klar: Ich habe mich seit Jahren nicht mehr so auf Weihnachten gefreut wie heuer. Diese Vorfreude ist ruhig, echt und voller Dankbarkeit. Während ich das schreibe, kommen mir die Tränen. Ich weine. Weil ich einfach so dankbar bin für das, was ich habe. Und das sag' euch auch ganz ehrlich: Das ist nicht unbedingt viel. Andere haben viel, viel mehr. Aber ich habe alles, was ich brauche. Es läuft mir kalt über den Rücken, wenn ich daran denke, dass ich all das fast verloren hätte oder hätte verlieren können. Aber es ist nicht so gekommen. Mein Rückhalt war da und er ist da.
UND DANN...
...in meiner täglichen Arbeit mit #vmzm, ist mir noch etwas bewusst geworden: Es gibt so viele Menschen, Frauen, Mamas, manchmal auch Papas, die genau diesen Rückhalt nicht haben. Menschen, die nicht denken können: Egal, was passiert, da ist jemand. Egal, was kommt, ich bin nicht allein. Ich habe bei #vmzm Frauen kennengelernt, die oft ganz alleine dastehen. In den schwierigsten Situationen ihres Lebens. Ohne Netz. Ohne doppelten Boden. Ohne jemanden, der sagt: Ich bin da.

Und erst vor kurzem hat eine Mama, die wir unterstützt haben, zu mir gesagt: „Weißt du, Sarah, ich bin zwar alleine mit meinen Kindern, aber durch "Von Mama zu Mama" merke ich, dass ich gar nicht alleine bin. Ihr seid mein Rückhalt.“ Und da war es plötzlich. Das Wort, dass dieses Jahr, dieses Weihnachtsfest für mich zusammenfasst: Rückhalt.
Wir von #vmzm waren Rückhalt. Für diese Mama. Für viele andere. Für Menschen, bei denen Rückhalt keine Selbstverständlichkeit ist. Die nicht auf Familie oder Freunde zurückgreifen können. Die nicht dieses sichere „Da ist jemand“ im Rücken haben. Und genau diese Rolle haben wir übernommen, bedingungslos, grundehrlich und aus tiefster Überzeugung.

Und du, die/der das gerade liest: Du bist auch dieser Rückhalt. Vielleicht hast du an #vmzm gespendet. Vielleicht hast du einen Lebensmittelgutschein möglich gemacht. Vielleicht hast du ein Weihnachtsgeschenk übernommen. Vielleicht hast du Kleidung für ein Kind geschickt. Vielleicht hast du einfach mitgetragen, mitgedacht, mitgefühlt. Vielleicht hast du gar nicht groß darüber nachgedacht, aber genau damit warst du da.
Und weißt du was? Ohne dich würde das alles, was wir machen, nicht gehen. Ohne dich könnten wir gar kein Rückhalt für andere sein. Du bist der Rückhalt von #vmzm.
Dieses Wort ist mir in diesem Jahr unglaublich wichtig geworden. Vielleicht sogar mein Lieblingswort. #vmzm ist Rückhalt. Und genau deshalb steht Weihnachten bei uns heuer ganz im Zeichen davon.
Ich wünsche wirklich jeder einzelnen und jedem einzelnen von euch, dass ihr diesen Rückhalt im Leben habt. Menschen, die bleiben. Menschen, die tragen. Menschen, die sagen: „Ich bin da.“ Und ich wünsche euch genauso, dass ihr selbst Rückhalt sein könnt. Für jemanden, der ihn gerade dringend braucht. Weil Rückhalt nicht laut ist. Nicht spektakulär. Aber so unglaublich wichtig.
Und in diesem Sinne wünsche ich euch frohe Weihnachten, wunderschöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem ihr ganz viel Rückhalt erfahren dürft. Eure Sarah #vmzm




Ja Rückhalt ist wirklich ein Zauberwort. Ich freue mich für dich dass du so viel davon hast. Und danke für den Text. Und so ehrlich, ja, das Leben ist kein Ponyhof. Alles Gute, Sarah. Das Hast su verdient.
Wow... so ein toller Text. Danke dafür. Frohe Weihnachten 🫶
Da drückt es mir die Tränen raus, danke und frohe Weihnachten!