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#vmzm Q&A

Was genau macht „Von Mama zu Mama“ eigentlich?

Wir helfen Familien, wenn’s gerade richtig schwer ist. Ganz unkompliziert, direkt und mit viel Herz. Egal ob Lebensmittelgutscheine, Kleidung, Schulsachen oder einfach nur ein offenes Ohr, wir schauen hin, wo Hilfe gebraucht wird und handeln. Und: Geht nicht, gibt’s bei #vmzm nicht. Wenn wir helfen können, dann tun wir’s. Punkt.

Was passiert mit dem Geld, das gespendet wird?

Spenden, die zweckgebunden sind, also z. B. bei einem konkreten Spendenaufruf für eine bestimmte Familie, gehen immer 1:1 direkt an die betroffene Familie weiter. Ohne Umweg, ohne Abzug. Mit allgemeinen Spenden (also allem, was ohne bestimmten Verwendungszweck bei uns ankommt) wirken und werken wir dort, wo es gerade brennt. Wir besorgen Lebensmittelgutscheine, übernehmen dringend offene Rechnungen oder sorgen dafür, dass das Licht nicht ausgeht, weil der Strom abgedreht werden soll. Aber wir zahlen auch unsere Miete, zum Beispiel. Ohne unser Büro würde es nicht mehr gehen. Wer gut wirken will, muss gut organisiert sein.

Wie viel Geld gebt ihr im Monat aus für andere?
Also ganz ehrlich? Pro Woche sind das derzeit zwischen 1.000 und 1.500 Euro; macht im Monat also schnell mal 4.000 bis 6.000 Euro. Ist schon ganz ordentlich… aber genau dafür gibt’s uns. Und ich finde: Jeder einzelne Euro ist richtig gut investiert.

Machst du #vmzm hauptberuflich?

Nein. Ich bin selbstständig als Redakteurin, aber ehrlich gesagt fühlt sich #vmzm schon längst wie ein Vollzeitjob an. Oder sagen wir’s so: Ich lebe und atme vmzm. Es ist halt eine Herzenssache. Und wo das Herz drinsteckt, ist man sowieso immer mit 100 % dabei.

Wie viele Stunden hat dein Tag eigentlich bitte?!
Gleich viele wie deiner. 😉 Vielleicht sogar weniger… Ich lieg nämlich meistens schon um 20:00 Uhr im Bett, vorm Fernseher, versteht sich. Mein Schlaf ist mir heilig! Dafür steh ich früh auf und starte mit voller Energie in den Tag. Und wenn’s drauf ankommt, geht sich alles irgendwie aus.

Wo wohnst du eigentlich, Sarah?

Ich bin in Sinabelkirchen zu Hause. Dort lebe ich mit meiner Familie, samt Hund, im Grünen in einer wunderbaren Wohnung. Abstammen tu ich aber aus Waldbach-Mönichwald. Dort bin ich am Berg aufgewachsen und habe eine wunderschöne Kindheit und Jugendzeit verbracht, mit viel Natur und Hausverstand. Unser #vmzm Büro befindet sich übrigens in St. Johann in der Haide.

 

Wie kommst du eigentlich immer auf so tolle Ideen wie das Kochbuch, Brustkrebs-Brunch oder das Kinderkochen oder PopUp Kitchen?

Gute Frage und ehrlich gesagt: Ich kann gar nicht anders. Mein Kopf ist wie ein Popcorn-Automat, ständig springt irgendwo eine Idee raus. Oft entstehen die Ideen aber ganz normal aus Gesprächen mit Mamas, aus echten Lebenssituationen oder aus Dingen, die mir selbst fehlen oder fehlen würden. Ich spür einfach, was gebraucht wird oder was cool wäre und dann schau ich, wie und ob wir’s möglich machen können.

Was sagen eigentlich deine Kinder und dein Mann zu deinem Einsatz für #vmzm?
Die sind alle mit #vmzm groß geworden bzw. gemeinsam mit der Initiative gewachsen. Es war ja nicht so, dass das plötzlich alles da war, es hat sich entwickelt. Und wir uns mit. Ich finde es richtig schön, dass ich meine Kids so oft integrieren kann. Ich glaube, das prägt sie stark in ihrem sozialen Denken und Fühlen. Mein Mann steht voll hinter mir und dem, was ich mache, auch wenn er manchmal sagt: „Net, dass es dir zu viel wird.“ Aber er merkt halt auch, wie sehr ich in dem, was ich tu', aufgehe.

Möchtest du noch in die Politik gehen? Das würde irgendwie so gut passen. Und meine ganze Familie würde dich wählen.
Oh, das ist lieb, danke fürs Vertrauen! Aber ganz ehrlich: Politik im klassischen Sinn reizt mich momentan nicht. Ich habe bei #vmzm das Gefühl, auf meine ganz eigene Art mehr bewegen zu können. Unkompliziert, schnell, direkt und mit ganz viel Herz. Und das ist genau mein Ding. Wer weiß, was die Zukunft bringt, aber für jetzt bin ich lieber mittendrin im Tun als in irgendwelchen Parteiprogrammen.

Was machst du, wenn dir mal alles zu viel wird?

Gut essen gehen, das wirkt bei mir Wunder. Oder ich pack die Family ein und wir fahren einfach mal kurz weg. Tapetenwechsel ist mein persönliches Zauberwort. Da bleibt der Haushalt auch mal liegen. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Weil ich weiß, dass ich nur gut für andere da sein kann, wenn’s mir selbst auch gut geht.

Warum konzentriert sich „von Mama zu Mama“ nicht nur auf die Unterstützung von Familien? Warum greifst du auch Themen wie Gewalt an Frauen, sexuellen Missbrauch, Brustkrebs oder andere gesellschaftliche Themen auf?

Weil Hilfe für mich nicht erst dann beginnt, wenn wir Lebensmittelgutscheine schicken oder eine Stromrechnung zahlen. Natürlich ist genau das ein wichtiger Teil von „Von Mama zu Mama“. Wir helfen, wenn es akut brennt, wenn Familien nicht mehr wissen, wie sie über den Monat kommen sollen, wenn Kinder etwas brauchen oder wenn einfach schnell Unterstützung nötig ist. Aber ganz ehrlich: Wenn wir erst dann helfen, wenn schon alles zusammengebrochen ist, dann sind wir oft schon spät dran.

Darum greife ich auch Themen auf, die unbequem sind, die manchmal polarisieren und die viele lieber wegschieben würden. Gewalt an Frauen, sexueller Missbrauch, Brustkrebs, psychische Belastung, finanzielle Sorgen, Überforderung im Familienalltag. Warum? Weil genau dort oft alles beginnt.

Wenn eine Frau durch einen Beitrag merkt, dass das, was sie erlebt, nicht normal ist. Wenn jemand früher Hilfe holt, weil er sich in einer Geschichte wiedererkennt. Wenn eine Mama nach einem Posting zur Vorsorge geht. Wenn Menschen sensibler durch ihre Nachbarschaft oder ihr Umfeld gehen und nicht mehr wegschauen. Dann hat das einen riesigen Wert. Mit Geld kann man viel helfen, aber nicht alles.

„Von Mama zu Mama“ soll nicht nur helfen, wenn es zu spät ist. Wir wollen auch hinschauen, aufklären, Mut machen und Themen ansprechen, über die zu lange geschwiegen wurde. Wir sind Hilfe, wenn es brennt. Aber wir sind auch Stimme, Reichweite und Zivilcourage. Und genau deshalb machen wir beides. 

Warum tust du dir das persönlich an? Es braucht Mut, manche Themen öffentlich anzusprechen. Und zu polarisieren bedeutet oft auch, dass Leute negativ über dich reden.

Ganz ehrlich? Natürlich ist das nicht immer angenehm. Es wäre viel einfacher, nur nette Fotos zu posten, ein bisschen Alltag zu zeigen und niemandem weh zu tun. Dann gäbe es wahrscheinlich weniger Diskussionen, weniger Gegenwind und weniger Gerede. Aber darum geht es mir nicht.

Wenn ich mit meiner Reichweite nur gefällig bin, aber nichts bewege, dann wäre das verschenktes Potenzial.

Ich weiß, dass manche Themen anecken. Ich weiß auch, dass manche Menschen lieber über die reden, die etwas ansprechen, als über das eigentliche Problem. Das ist oft so. Aber wenn ich mit einem Beitrag erreiche, dass eine Frau hinschaut, dass ein Mensch Hilfe sucht, dass jemand sensibler wird oder dass über ein wichtiges Thema endlich gesprochen wird, dann ist mir das Gerede ziemlich egal.

Ich mache das nicht, um jedem zu gefallen. Ich mache das, weil ich weiß, dass Reichweite Verantwortung mit sich bringt.

 

Und ganz ehrlich: Lieber man redet über mich, als man schweigt weiter über Gewalt, Missbrauch oder Dinge, die Familien zerstören. Wenn man etwas verändern will, braucht man manchmal Mut, auch unbequem zu sein. Und damit kann ich gut leben. 


 

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